Druckverfahren
Digitaldruck (DTG, Direct-to-Garment)
Tintenstrahldrucker direkt auf das Textil. Foto-realistisch, beliebige Farben, ab 1 Stück möglich. Lebensdauer 50-80 Wäschen. Mehr in Digitaldruck.
DTF (Direct-to-Film)
Druck auf Spezialfolie, dann per Hitzepresse aufs Textil übertragen. Brillant, vielseitig, auf jedem Stoff möglich. Ideal ab kleinen Mengen. Lebensdauer 60-80 Wäschen.
Flexdruck
Gefärbte Folie wird per Plotter ausgeschnitten und mit Hitzepresse aufgebracht. Glatte Optik, maximal 2-3 Farben pro Motiv praktikabel. Klassiker für Vereinstrikots mit Nummern.
Flockdruck
Wie Flexdruck, aber mit beflockter (samtiger) Oberfläche. Wirkt hochwertig, fühlt sich wie Velours an. Eher für Logos und Schriften, weniger für Foto-Motive.
Lasergravur
Material wird per Laser eingebrannt — kein Druck, sondern Eingravierung. Meist auf Holz, Leder oder bestimmten Funktionstextilien. Nicht für klassische Baumwoll-T-Shirts geeignet.
Plotterdruck
Synonym zu Flexdruck. Plotter schneidet die Folie aus, dann wird sie aufgepresst.
Sublimationsdruck
Tinte wird per Hitze in das Polyester-Gewebe verdampft (sublimiert). Druck verschwindet "im Stoff", keine fühlbare Schicht. Funktioniert nur auf Polyester. Ideal für Sport-Trikots.
Siebdruck
Tinte wird durch ein Sieb (mit Motiv ausgespart) auf das Textil gedrückt. Robust, brillante Farben, ab 25-50 Stück günstig im Stückpreis. Lebensdauer 100+ Wäschen. Mehr in Siebdruck.
Transferdruck
Sammelbegriff für alle Verfahren, bei denen ein Druck zuerst auf Trägermaterial entsteht und dann übertragen wird. DTF gehört dazu, klassischer Transferdruck auch.
Materialien
Baumwolle
Klassischer Naturstoff, atmungsaktiv, bequem. Standard für T-Shirts und Hoodies. Pflegeleicht. Bedruckbar mit allen Verfahren außer Sublimation.
Bio-Baumwolle (GOTS)
Baumwolle aus biologischem Anbau, GOTS-zertifiziert (Global Organic Textile Standard) garantiert ökologische und soziale Standards. Beispielmarken: Stanley/Stella, Continental Clothing.
Functional Fabric
Sammelbegriff für Funktionstextilien — atmungsaktiv, schnell trocknend, oft mit Polyester-Anteil. Für Sport, Workwear und Outdoor.
Mischgewebe
Mischung aus Baumwolle und Polyester (z.B. 50/50). Knitterarm, formstabil, oft preiswerter. Klassisch in Workwear.
Modal
Cellulose-Faser aus Buchenholz. Sehr weich, fließend, leicht. Premium-Material für hochwertige T-Shirts und Damenmode.
Polyester
Synthetische Faser, atmungsaktiv mit Funktionseigenschaften, schnell trocknend. Bedruckbar mit Sublimationsdruck (einzigartig). Für Sport und Funktionstextilien.
Stickerei-Begriffe
Coloreel
Modernes Stick-Verfahren mit Echtzeit-Garn-Färbung. Erlaubt fließende Farbverläufe in einem einzigen Garn. Premium-Variante.
Madeira-Garn
Stickgarnmarke, Industriestandard für Stickerei. Hochreiß- und farbecht, in über 400 Farben verfügbar.
Stickprogramm / Digitalisierung (Punching)
Erstellung der digitalen Stick-Datei (DST, EMB) aus deinem Logo. Eine Stickprogramm-Spezialistin definiert pro Logo manuell Stichrichtung, Garnfarbe, Reihenfolge und Stichdichte — handwerkliche Voraussetzung für Maschinenstickerei. Branchen-englisch auch "Punching" genannt. Hinweis: "Punzierung" ist ein verwandter Begriff aus der Metallbearbeitung (Silberstempel) und im Stickerei-Kontext nicht korrekt — er wird umgangssprachlich vereinzelt verwendet, sollte aber durch Stickprogramm/Digitalisierung ersetzt werden.
Stichdichte
Anzahl der Stiche pro Quadratzentimeter. Hohe Stichdichte = wertige Stickerei, niedrige = schnellere Produktion. Standard bei Logo-Stickerei: 150-200 Stiche/cm².
3D-Stickerei
Stickerei mit Schaumstoff-Unterlage für plastischen Effekt. Klassiker auf Caps. Logo wirkt erhaben.
Pricing-Begriffe
Bruttopreis
Verkaufspreis inkl. Mehrwertsteuer. In Deutschland meist 19% MwSt.
Mengenrabatt
Preisreduktion ab bestimmter Stückzahl. Typisch ab 25 Stück, weitere Stufen bei 50, 100, 250. Mehr in Mengenrabatt-Rechner Siebdruck.
Mindestmenge (MOQ)
Minimum Order Quantity. Niedrigste Stückzahl, ab der ein Verfahren wirtschaftlich oder überhaupt machbar ist. Bei Siebdruck typisch 25, bei Sublimation 25-50, bei DTG 1.
Nettopreis
Preis ohne Mehrwertsteuer. B2B-Standard.
Rüstkosten
Einmalige Kosten für Druckvorbereitung — zum Beispiel Filme bei Siebdruck oder Stickdatei-Erstellung. Unabhängig von der Stückzahl. Bei höheren Stückzahlen verteilen sie sich auf jedes Stück, dadurch sinkt der Stückpreis.
Stückpreis
Preis pro Stück inkl. Veredelung und anteiliger Rüstkosten. Bei Mengenrabatten sinkt er stufenweise.
Branchen-Begriffe
Bridal Party
Engl. für JGA-Crew der Braut. Typische Anlassbestellung von 6-15 Shirts. Mehr in JGA-Shirts richtig planen.
Crew-Wear
Einheitliche Bekleidung für Eventcrews, Messeteams, Promotion-Mitarbeiter. Meist Polos, T-Shirts und Caps in Markenfarben. Mehr in Messen und Events Crew-Wear.
Hi-Vis
High Visibility — leuchtfarbene Sicherheitsbekleidung mit Reflexstreifen, vorgeschrieben in vielen Berufsbereichen (Bauwesen, Logistik). Klassische Farben Neon-Gelb und Orange.
Merch
Kurz für Merchandise — Fan-Bekleidung von Bands, Influencern, Marken. Meist T-Shirts, Hoodies, Caps. Druckverfahren oft Siebdruck oder DTF.
Promotional
Werbebekleidung — Textilien mit Logo für Werbezwecke (Messe, Promotion, Streueffekt). Häufig in höheren Stückzahlen mit Siebdruck.
Workwear
Arbeitskleidung mit Sicherheits- und Funktionsanforderungen. Hosen, Jacken, Polos. Oft mit gestickter Logo-Veredelung. Mehr in Firmenkunden Handwerk.
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